Die Spaltaxt – Wofür wird diese verwendet?

28. Februar 2012


Mittlerweile gehört ein Kachel- oder Kaminofen fast wieder zur Grundausstattung der Wohnhäuser. Selbst zum Kochen in der Küche werden häufig moderne Holzöfen verwendet. Damit in diesen Öfen Holz verheizt werden kann, muss das Holz erst in mehreren Arbeitsschritten verarbeitet werden. Diese Holzarbeiten werden durch Motorsägen, Wippsägen und hydraulische Spalter sehr erleichtert. Lediglich das Holzhacken wird per Hand ausgeführt, um ofenfertige Holzscheite zu erhalten. Genau für diese Arbeit wurde eine Axt entwickelt, die eine hierbei nützliche Kopfform aufweist – die Spaltaxt. Zum Fällen oder Entasten der Bäume eignet sich jedoch eine Fäll- oder Forstaxt besser.

 

Merkmale einer typischen Spaltaxt

Eine Spaltaxt lässt sich sofort an ihrer typisch breiten Kopfform erkennen. Im Vergleich zu einer Fällaxt oder einem eher flachen Zimmermannsbeil weist der Kopf einer solchen Axt einen deutlich größeren Keilwinkel von etwa 35 bis 40 Grad auf. Dieser bewirkt enorm höhere Spaltkräfte beim Eindringen in das Holzstück. Somit reicht je nach Art des Holzes oft bereits ein einziger Schlag zum Spalten aus.
Die hochwertige Qualität einer Spaltaxt lässt sich grundsätzlich am handgeschmiedeten Kopf mit einer flachen Rückseite, die auch als „Nacken“ bezeichnet wird, erkennen. Die schwere, starke und leicht gebogene Schneide ist im Allgemeinen von beiden Seiten angeschliffen. Ein weiteres Merkmal einer guten Spaltaxt ist der Stielschutz aus Stahl, welcher Kopf und Stiel unlösbar miteinander verbindet. Hierzu wird eine Stielhülse zusammen mit dem Kopf der Axt mit etwa zwei Tonnen Druck auf den Stiel gepresst. So wird eine enorm feste Verbindung hergestellt, die zudem die Abnutzung des oberen Stielendes verhindert.

Der Spaltaxtstiel oder -schaft ist in der Regel leicht gebogen und weist am unteren Ende einen Knauf auf, der einen sicheren Griff ermöglicht. Als Material für den Stiel der Axt wird das robuste, aber dennoch elastische Hickory- oder Eschenholz verwendet. Diverse Hersteller statten ihre Axtmodelle jedoch mit Stielen aus Kunststoff aus.
Das Gesamtgewicht einer Spaltaxt liegt bei etwa 2,5 Kilogramm, wobei das ausschlaggebende Kopfgewicht rund 1,8 bis 2,0 Kilogramm beträgt. Überwiegend weisen Spaltäxte eine Länge zwischen 70 und 75 Zentimeter auf. Jedoch finden sich auch kleinere oder größere Ausführungen. Bei namhaften Modellen ist zudem häufig die Schneide antihaftbeschichtet. Dadurch wird die Reibung vermindert und die Holzdurchdringung enorm verbessert. Eine Spaltaxt wird meist aus qualitativem Stahl gefertigt, handgeschmiedet und ausgehärtet. Deshalb sind diese Äxte extrem haltbar, langlebig und belastbar.
Zum Schutz der Sicherheit darf eine Spaltaxt nicht als Hammer oder Keil genutzt werden. Für solche Verwendungen ist diese Axt nicht konstruiert und kann somit einen Schaden davontragen. In den meisten Fällen verfügt die Axt über eine untrennbarer Verbindung von Kopf und Stiel. Diese verhindert, dass sich der Kopf vom Stiel löst – was einen besonderen Sicherheitsaspekt darstellt.

Die zwei Varianten: Spaltbeil und Spalthammer

Die beiden Varianten der Spaltaxt, Spaltbeil und -hammer, werden ganz spezifisch eingesetzt. Alle beiden gleichen im Aufbau einer Spaltaxt. Lediglich das Kopfgewicht und die Gesamtlänge stellen die gravierenden Unterschiede dar.
Das kleinere Spaltbeil lässt sich aufgrund seiner minderen Länge von etwa 50 Zentimeter und seinem leichten Gewicht von rund 1,5 Kilogramm, mit einer Hand führen und dient vor allem zum Spalten von dünnen Holzspänen zum Anfeuern.
Ein Spalthammer hingegen weist eine Länge von etwa 80 Zentimeter und ein Gewicht von rund 3,2 Kilogramm auf. Er wird überwiegend für schwerere Arbeiten verwendet – wie zum Beispiel das Aufspalten von Rundhölzern.

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